Interview mit Arno Strobel

by - Januar 11, 2015

Ihr hattet die Möglichkeit mir eure Fragen an Arno Strobel zu schicken.
Nach der Lesung am Freitag stand mir Arno Strobel dann Rede und Antwort.

Sarah stellte folgende Frage:

Haben Sie immer schon geschrieben oder hat das irgendwann einfach angefangen?

Arno Strobel: Das hat irgendwann angefangen und zwar relativ spät. Ich habe erst mit 40 angefangen zu schreiben. Das ist zwar auch schon wieder 12 Jahre her, aber trotzdem sehr, sehr spät um mit dem Schreiben zu beginnen. Aber es hat funktioniert.


Rebeccas Frage war folgende:

Was kommt zuerst beim Schreiben, die Charaktere oder die Geschichte?

Arno Strobel: Immer die Geschichte. Also erst kommt die Idee, dann kommt grob die Handlung und dann kommen die Personen die ich dafür brauche.

Michelle wollte wissen:

Wie sind Sie auf die Geschichte von "Das Dorf" gekommen?

Arno Strobel: Nachdem ich "Das Rachespiel" wirklich als Kammerspiel angelegt habe, an einem ganz kleinen Ort mit nur 4 Personen, hab ich mir gedacht, ich muss jetzt mal ein bisschen größer werden, also bin ich in ein Dorf gegangen. Und es kam ja halt darauf an, einfach mal so eine Situation zu erzeugen, wo man absolut hilflos in einem Dorf rumgeistert und hat keine Möglichkeit da wieder rauszukommen. Das hat mich einfach mal gereizt.

Birgitt fragte:

Enthalten die Geschichten auch autobiographische Züge oder ist alles Fiktion?

Arno Strobel: Grundsätzlich ist alles Fiktion. Aber jeder Autor gibt beim Schreiben so ein ganz klein bisschen von sich preis. Davon bin ich überzeugt.

Kathy stellte folgende Fragen:

Wie entwickelt man Charakterzüge von Bösewichten sodass sie glaubhaft wirken?

Arno Strobel: Die Charaktere entwickeln sich in der Regel selbst. Also ich habe eine Grundidee von einem Charakter und er entwickelt sich beim Schreiben selbst. Das ist so eine Eigendynamik die sich da entwickelt. Das ergibt sich quasi von selbst, da muss ich mir nicht furchtbar viele Gedanken drüber machen. Das hängt auch immer so ein bisschen von der Geschichte mit ab.

Spielen reale Ereignisse mit in die Entwicklung einer Storyline oder wie kommt man auf solche Themen?

Arno Strobel: Gott sei Dank hatte ich bis jetzt keinen Anlass reale Geschichten da mit einfließen zu lassen und ich werde es auch versuchen zu vermeiden. Andersrum ist es wiederum so, keine Geschichte ist zu verrückt, als das sie nicht wirklich passieren könnte.

Und die letzte Frage von Nadine lautete:

Was machen Sie um eine Schreibblockade zu überwinden? Haben Sie Tipps?

Arno Strobel: Schreibblockade ist so ein Wort mit dem ich nicht sonderlich viel anfangen kann. Es gibt durchaus Tage an denen es mal nicht so gut funktioniert, da muss man einfach mal ein Päuschen machen. Aber wenn man dieses Päuschen macht, ein, zwei, drei Tage lang, dann funktioniert es in der Regel immer wieder. Also so ne mehrwöchige oder Monate dauernde Schreibblockade hab ich Gott sei Dank noch nie gehabt und ich glaub die werd ich auch nicht kriegen.

Ich danke Arno Strobel für das Interview.

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