[Rezension] Totenblick - Markus Heitz

by - April 30, 2014




Titel:
Totenblick
Autor:
Markus Heitz
Art:
Thriller
Verlag:
Seiten:
528 
Preis:
9,99 EUR
ISBN:
978-3426505915



Eine Rezension, bei der ich gar nicht weiß wo ich am besten anfange. Dieses Buch hat mich einfach von der ersten bis zur letzten Seite absolut begeistern können, was zweifelsohne natürlich auch an Markus Heitz grandiosem Schreibstil liegt. Jeder von uns hat ja so seine Autoren, bei denen er sich einfach wohlfühlt. Da, wo man einfach das Buch aufschlägt und drin ist, in dieser Geschichte. Und da auch nicht mehr weg möchte.
Mir ging es schon in "Die Zwerge" so, welches für mich eines der absolut besten Fantasy Bücher der Welt ist. Natürlich besitzen mein Mann und ich auch fast jedes Buch unseres Lieblingsautors. Und auch wenn ich noch nicht alles gelesen habe von ihm, bin ich ein absoluter Fan.

Nun erschien also "Totenblick" vor einiger Zeit. In unserer Buchhandlung stand es im Fenster und fast jeden Tag ging ich daran vorbei. Da ich mich aber selbst in letzter Zeit eher dazu zwinge, etwas sparsamer Bücher zu kaufen, blieb es auch erstmal beim anschauen. Natürlich fand ich die Wörter "Markus Heitz" und "Thriller" zusammen auf einem Buchcover mehr als verlockend! Ich bin zwar ein riesiger Fantasy Fan, aber ein guter Thriller muss es zwischendurch einfach immer mal sein. Als mein Mann und ich nun in der Stadt waren und nicht nur "Totenblick" sondern auch das neue Buch der Albae sahen, mussten beide mit.
Schon im Auto las ich mit Beleuchtung meines Handys (es war schon dunkel) die ersten Seiten. Und es passierte genau das, was ich von einem Thriller erwarte: Es packte mich sofort und mit solch einer Wucht, dass ich vom ersten Moment an süchtig nach der Geschichte war und mich wieder aufs neue in diesen klasse Schreibstil verliebt habe. Nun aber genug der Schwärmerei und mal zum Inhalt.

"Totenblick" spielt in Leipzig und zwar in der heutigen Zeit.Wenn man es jetzt noch genau nehmen möchte, könnte man noch erwähnen, dass die Geschichte im Oktober beginnt.  Direkt zu Anfang der Geschichte schlittern wir in das erste Verbrechen. Einen Überfall auf offener Straße. Armin Wolke kommt ziemlich betrunken von einem Konzert der Band Solitary Experiments (die übrigens klasse Musik macht). Auf dem Weg zur Tram Haltestelle wird er allerdings überfallen und übel zugerichtet. Dann wird er noch fast von einer Tram überfahren. Ein Unbekannter hilft ihm und so landet Armin dann irgendwann doch noch den Umständen entsprechend gut zu Hause. Am nächsten Tag verschwindet Armin.
In der Zwischenzeit lernen wir noch weitere Personen kennen. Z.B. Ares Leon Löwenstein, einen Personal Trainer mit nicht ganz lupenreiner Vergangenheit. Und einen seiner einflussreichen Kunden. Dieser Kunde, Herr Tzschaschel, ist zufällig mit Armin Wolkes Vater befreundet. Dieser ist natürlich in heller Aufruhr, dass sein Sohn verschwunden ist. Und Ares wird ob er will oder nicht, gleich mit reingezogen in diese Geschichte. Er wird hier noch eine sehr große Rolle spielen.
Natürlich dürfen in einem guten Thriller auch die Polizisten nicht fehlen. Einer von ihnen ist der an ADHS leidende Kriminalhauptkommissar Peter Rhode. Der übrigens mein Lieblingscharacter im Buch ist. Rhode wird zu einem Tatort gerufen, an dem mit der Leiche ein Gemälde nachgestellt wurde. Bei der Leiche ist eine Botschaft hinterlassen, die auf den Totenblick hinweist. Denn die Leiche hat die Augen geöffnet. Natürlich dauert es nicht lang, bis sich herausstellt, dass diese Leiche Armin Wolke ist. Doch mit Armin fängt das ganze erst an. Es wird weitere Leichen und Gemälde geben und die Lage wird sich immer weiter zuspitzen. Außerdem sterben plötzlich Menschen aus den eigenen Reihen an mysteriösen Unfällen...Menschen die den Totenblick empfangen haben...
Mir fällt es sehr schwer hier noch weiter auszuholen, ohne zu sehr zu spoilern. Denn wir oben schon geschrieben geht es hier in diesem Buch wirklich direkt los. Es geht Schlag auf Schlag und die über 500 Seiten rasen nur an einem vorbei. Man schließt sämtliche Charactere sehr schnell ins Herz, was ich bei einem Thriller eigentlich eher unüblich finde. Die in diesem Buch geleistete Polizeiarbeit finde ich wirklich grandios und hat mich nicht nur einmal denken lassen, dass diese Leute einen echt schweren Job machen und dass ich definitiv nicht dafür geeignet wäre.

Herr Heitz hat hier absolut bewiesen, dass er auch ohne Fantaygestalten absolut fanatstisch schreiben kann. Und auch wenn ich alle Zwerge, Vampire und Co liebe, würde ich jederzeit einen weiteren "normalen" Thriller von ihm lesen! Natürlich kann ich hier nur volle 5 Sterne vergeben ;-)



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